Um 00:09 Uhr wurden die Feuerwehren Goldach und Hallbergmoos gemäß „B3 im Gebäude/ Zimmer - Person in Gefahr) zu einem Zimmerbrand im zweiten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses alarmiert. Bereits beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand die komplette Doppelhaushälfte bereits in Flammen, dichter Rauch quoll aus dem Dachstuhl und den Fenstern.
Besonders dramatisch war die Situation für mehrere Bewohner, denen durch die massive Rauchentwicklung der Fluchtweg abgeschnitten war. Das Hauptaugenmerk zu Beginn des Einsatzes lag daher auf der Menschenrettung - fünf Bewohner waren beim Eintreffen der Feuerwehren noch im Gebäude eingeschlossen. Zwei Personen mussten über die Drehleiter direkt vom Balkon in Sicherheit gebracht werden, die weiteren Bewohner, darunter zwei Kinder, wurden über das Treppenhaus gerettet. Ein 25-jähriger Bewohner wurde schwer, eine 29-jährige Frau leicht verletzt. Beide wurden nach der Rettung umgehend rettungsdienstlich und notärztlich versorgt und im Anschluss mittels Rettungshubschrauber beziehungsweise Rettungswagen in Krankenhäuser gebracht.
Um die Menschenrettung und die Brandbekämpfung parallel durchführen zu können, wurde eine zweite Drehleiter aus Neufahrn nachalarmiert. Weitere, ebenfalls nachgeforderte Kräfte aus Mintraching und Dietersheim unterstützten die Arbeiten mit zusätzlichen Atemschutztrupps um eine weitere Ausbreitung der Flammen auf die benachbarte Haushälfte zu verhindern und den Dachstuhlbrand unter Kontrolle zu bringen.
Die Löscharbeiten gestalteten sich äußerst schwierig. Teile der Dachhaut mussten unter hohem personellen Aufwand geöffnet werden, um versteckte Glutnester ablöschen zu können. Hierzu kam kam die Drohneneinheit des Landkreises, stationiert bei der Feuerwehr Attenkirchen, zum Einsatz, um die Einsatzleitung mit Aufnahmen der Wärmebildkamera aus der Luft zu unterstützen.
Auch der Rettungsdienst war mit einem Großaufgebot vor Ort. Mehrere Rettungswagen, Notärzte, Führungseinheiten, Schnelleinsatzgruppen sowie der Kriseninterventionsdienst kümmerten sich um Verletzte, Betroffene und Angehörige.
Neben den Bewohnern konnten auch vier Katzen aus dem brennenden Gebäude gerettet werden. Die Tiere wurden vorübergehend in einem Tierheim untergebracht.
Insgesamt waren rund 150 Feuerwehrkräfte an dem Großeinsatz beteiligt. Trotz des schnellen Eingreifens wurde die betroffene Haushälfte erheblich beschädigt und ist derzeit unbewohnbar.
Bilder: FF Hallbergmoos






