Über 130 Einsatzstellen in Moosburg – weitere Unwettereinsätze in der Hallertau und im Raum Nandlstadt
Ein außergewöhnlich intensives Unwetter hat am Abend die Feuerwehren im Norden des Landkreises massiv gefordert. Eine nahezu ortsfeste Gewitterzelle entlud sich innerhalb kürzester Zeit über dem Stadtgebiet Moosburg und brachte enorme Niederschlagsmengen mit sich. Die Folge waren überflutete Straßen, vollgelaufene Keller und Gebäude - teilweise stand das Wasser knietief auf den Straßen.
Innerhalb weniger Minuten gingen bei der Integrierten Leitstelle zahlreiche Notrufe ein. Zeitweise mussten rund 130 Einsatzstellen allein im Stadtgebiet Moosburg koordiniert und abgearbeitet werden. Zur Entlastung der Leitstelle wurde gegen 22:30 Uhr die Kreiseinsatzzentrale (KEZ) in der Hauptfeuerwache in Freising besetzt. Von dort aus wurden im weiteren Verlauf die Feuerwehreinsätze im Landkreis koordiniert.
Zur Bewältigung der Schadenslage wurden neben der Feuerwehr Moosburg zahlreiche weitere Wehren nach und nach angefordert: Im Einsatz standen die Feuerwehren Moosburg, Pfrombach-Aich, Thonstetten, Wang, Volkmannsdorf, Inkofen, Sixthaselbach, Mauern, Plörnbach und Langenbach sowie die Kreisbrandinspektion Freising.
Während die Einsatzkräfte in Moosburg noch im Dauereinsatz waren, zog bereits die nächste Gewitterzelle über den nördlichen Landkreis. Im Bereich Au in der Hallertau mussten mehrere Einsatzstellen mit fünf Fahrzeugen und rund 25 Einsatzkräften abgearbeitet werden. Auch im Bereich Nandlstadt kam es infolge des Starkregens zu weiteren Feuerwehreinsätzen.
Unterstützt wurden die Feuerwehren durch den Rettungsdienst mit dem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst (OrgL), zwei Einsatzleitern Rettungsdienst als Abschnittsleiter, der UG-SanEL sowie der SEG Versorgung. Dank der hervorragenden Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen konnten die zahlreichen Einsatzstellen koordiniert abgearbeitet und größere Schäden verhindert werden. Gegen 02:00 Uhr konnte die Kreiseinsatzzentrale wieder aufgelöst werden, die letzten Einsatzstellen wurden anschließend vor Ort abgearbeitet. Die Feuerwehren im Stadtgebiet Moosburg standen bis in die frühen Morgenstunden im Einsatz - im Lauf des Dienstages wurden weitere Unwetter bedingte Einsatzstellen abgearbeitet.
Nach dem Großbrand beim Recyclingbetrieb im Eitting war dies innerhalb weniger Tage bereits der zweite Großeinsatz für viele Feuerwehren im Landkreis Freising – ein eindrucksvoller Beleg für die hohe Einsatzbereitschaft und Leistungsfähigkeit des Ehrenamtes.









