Kleinkammerberg: Großbrand auf Aussiedlerhof – 160 Einsatzkräfte bei Löscharbeiten im Einsatz

Am Freitagnachmittag wurden die Feuerwehren aus Schlipps, Hohenkammer, Hohenbercha und Allershausen gemeinsam mit dem Rettungsdienst, der Polizei sowie der Kreisbrandinspektion um 15:59 Uhr durch die Integrierte Leitstelle Erding mit dem Stichwort „B3 – Brand Dachstuhl - Person in Gefahr“ nach Kleinkammerberg alarmiert. Laut Erstmeldung sollte sich zu diesem Zeitpunkt noch eine Person im Gebäude befinden.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bestätigte sich die gemeldete Lage:
Ein Teil des Dachstuhles eines Wohngebäudes stand bereits in Vollbrand. Die zunächst vermisste Person konnte sich noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr selbstständig ins Freie retten und wurde umgehend durch den Rettungsdienst versorgt. Sie wurde anschließend mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein nahegelegenes Krankenhaus transportiert.

Die Feuerwehren starteten unverzüglich unter Atemschutz mit der Brandbekämpfung. Die abgelegene Lage des Anwesens stellte die Einsatzkräfte vor zwei Herausforderungen:
die Löschwasserversorgung gestaltete sich zunächst äußerst schwierig - ebenfalls war die abgelegene Einsatzstelle nur über eine schmale Zufahrtsstraße erreichbar. Somit konnte nur eine begrenzte Anzahl an Fahrzeugen, darunter die Drehleiter, direkt in den Innenhof einfahren.

Aufgrund der fortgeschrittenen Brandausbreitung sowie der zunächst unzureichenden Löschwasserversorgung vor Ort wurde die Alarmstufe im weiteren Verlauf auf „B4 – Brand Aussiedlerhof“ erhöht. Infolgedessen wurden weitere Feuerwehren aus den Landkreisen Freising, Pfaffenhofen und Dachau nachalarmiert und zum Bereitstellungsraum auf die B13  geschickt. 
Zur Strukturierung des Einsatzes wurden mehrere Abschnitte gebildet, darunter die Brandbekämpfung, eine Atemschutzsammelstelle sowie die Löschwasserversorgung. Die Feuerwehr Allershausen unterstützte die Einsatzleitung mit ihrem Einsatzleitagen und intensivierte diese Aufgabe im Anschluss mit dem ELW der UG - ÖEL. Um ausreichend Wasser für die Löscharbeiten zur Verfügung zu stellen, wurden mehrere Hunderte Meter lange Schlauchleitungen aufgebaut. Zusätzlich unterstützten örtliche Landwirte die Feuerwehr tatkräftig, indem sie mit Güllefässern Löschwasser zur Einsatzstelle transportierten. Ergänzend dazu wurde ein Pendelverkehr mit wasserführenden Fahrzeugen eingerichtet.

Nachdem eine stabile Löschwasserversorgung sichergestellt war, konnte das Feuer über die Drehleiter mittels Wenderohr sowie durch mehrere Strahlrohre effektiv bekämpft werden. Gegen 18:00 Uhr war der Brand unter Kontrolle.
Die anschließenden Nachlöscharbeiten gestalteten sich aufgrund zahlreicher Glutnester im Dachstuhl- und Wohnbereich aufwendig. Zur Unterstützung wurde die Drohnengruppe des Landkreises Freising nachgefordert. 
Mittels Wärmebildkamera konnten verbliebene Glutnester so gezielt lokalisiert und im weiteren Verlauf abgelöscht werden.
Die Nachlöscharbeiten konnten gegen etwa 19:00 Uhr abgeschlossen werden. 

Insgesamt waren rund 160 Einsatzkräfte mit 31 Fahrzeugen der Feuerwehren im Einsatz. 
Beteiligt waren Feuerwehren aus dem Landkreis Freising (Schlipps, Hohenkammer, Hohenbercha, Allershausen, Lauterbach, Fahrenzhausen und Kranzberg), aus dem Landkreis Pfaffenhofen (Reichertshausen, Pischelsdorf und Steinkirchen) sowie aus dem Landkreis Dachau (Petershausen). Ebenfalls im Einsatz befanden sich mehrere Rettungswagen, ein Notarzt, der Einsatzleiter Rettungsdienst sowie Kräfte der Polizei.

Zur Höhe des entstandenen Sachschadens kann seitens der Feuerwehr keine Angabe gemacht werden. Die Ermittlungen zur Brandursache wurden von der Kriminalpolizei Erding aufgenommen.

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