Großbrand in Eitting: Einsatzkräfte aus dem Landkreis bis an ihre Belastungsgrenze gefordert

Am Sonntag gegen 10:20 Uhr ereignete sich auf dem Gelände eines Recyclingunternehmens in Eitting (Landkreis Erding) ein Großbrand. Aufgrund des Ausmaßes des Feuers wurden bereits kurze Zeit später zahlreiche Feuerwehren aus dem Landkreis Freising zur Unterstützung alarmiert. Insgesamt standen (Stand 19 Uhr) 13 Feuerwehren aus dem Landkreis Freising bei den umfangreichen Löscharbeiten im Einsatz - darunter die Feuerwehr Attaching, Freising Wache 1 und 2, Marzling, Moosburg, Thonstetten, Langenbach, Hallbergmoos, Oberhummel, Pfrombach - Aich, Haag, Plörnbach sowie Sixthaselbach.

Der Einsatz stellte die Feuerwehrkräfte vor außergewöhnliche Herausforderungen. Über mehrere Stunden mussten unter schwerem Atemschutz zahlreiche Trupps zur Brandbekämpfung eingesetzt werden, gleichzeitig waren mehrere hundert Meter Schlauchleitungen zu verlegen, um die Löschwasserversorgung sicherzustellen. Die Löscharbeiten erfolgten bei Außentemperaturen von nahezu 40 Grad Celsius - Für die Einsatzkräfte bedeutete dies körperliche Schwerstarbeit. Neben der extremen Hitze durch die Sonneneinstrahlung kamen die  Strahlungswärme des Brandes, heißer Brandrauch sowie die hohe körperliche Belastung durch die rund 25 Kilogramm schwere Schutzausrüstung hinzu. Jeder Atemschutzeinsatz fordert den Feuerwehrdienstleistenden Höchstleistungen ab und bringt sie unter solchen Bedingungen an ihre körperliche Belastungsgrenze. Deshalb mussten die Atemschutztrupps fortlaufend ausgewechselt werden, was den hohen Bedarf an alarmierten Feuerwehren erklärt.

Die Hitze und die physische Belastung forderte ihren Tribut: Mehrere Einsatzkräfte erlitten während des Einsatzes Kreislaufprobleme und kollabierten. Sie mussten medizinisch versorgt werden, mehrere Feuerwehrdienstleistende wurden vorsorglich zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser gebracht.

Trotz der Vielzahl der im Nachbarlandkreis gebundenen Kräfte musste zu jeder Zeit der Grundschutz für die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Freising jederzeit sichergestellt werden. Wie wichtig dies ist, zeigte sich kurze Zeit später: Während der laufenden Löscharbeiten in Eitting geriet bei Erntearbeiten nahe Giggenhausen ein Stoppelfeld in Brand. Begünstigt durch die anhaltende Hitze und den trockenen und starken Wind breitete sich das Feuer innerhalb kürzester Zeit aus und machte den Einsatz weiterer Feuerwehren erforderlich. Schlussendlich konnten die Wehren aus Giggenhausen, Fahrenzhausen, Neufahrn, Gremertshausen, Massenhausen und Sünzhausen das Feuer durch ihr schnelles und koordiniertes Eingreifen zügig unter Kontrolle bringen. 

Diese beiden Einsätze verdeutlichen eindrucksvoll die Bedeutung einer leistungsfähigen Feuerwehr: 
Ob im eigenen Landkreis oder zur Unterstützung benachbarter Feuerwehren– unsere Einsatzkräfte stehen rund um die Uhr bereit, um Menschen zu helfen und Gefahren abzuwehren. Dies gelingt nur durch die hervorragende Zusammenarbeit aller Feuerwehren und Hilfsorganisationen sowie den unermüdlichen Einsatz der ehrenamtlichen Feuerwehrdienstleistenden.

Unser Dank gilt allen eingesetzten Kräften der Feuerwehren, den verletzten und erschöpften Kameradinnen und Kameraden wünschen wir eine schnelle und vollständige Genesung!

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