Flächenlage Schneefall

Die außergewöhnlich starken Schneefälle der vergangenen Tage haben im Landkreis zu Neuschnee mit einer Höhe von bis zu 50 Zentimetern geführt. Für Kinder und Winterfans eine wahre Pracht - das der Jahreszeit entsprechende Winterwetter hat jedoch auch seine Tücken.

Viele Feuerwehren aus dem Landkreis Freising wurden auch am Freitag schon in Einsätze eingebunden, um Straßen von aufgrund der hohen Schneelast umgefallenen Bäumen zu räumen oder witterungsbedingte Verkehrsunfälle zu meistern. Die höchste Priorität lag jedoch am Flughafen München. Das Glasdach des MAC (über dem Christkindlmarkt) musste aufgrund der extremen Schneelast vorsorglich von den Schneemassen befreit werden. Hierzu wurden zuerst die Kräfte des Nachbarlandkreises Erding, später auch Kräfte aus unserem Landkreis hinzugezogen. Die beteiligten Feuerwehren wurden durch die Kreisbrandmeister direkt angesprochen und um Unterstützung gebeten. Diese Art von Einsätzen zeigt uns, dass wir mit unserem Ausbildungsangebot in Bezug auf die Absturzsicherung im Feuerwehrausbildungszentrum des Landkreises Freising auf einem guten Stand - und vor allem auch auf dem richtigen Weg sind.

In der Nacht auf Samstag unterstützten Einsatzkräfte aus Mintraching, Hallbergmoos, Pfrombach/Aich, Attenkirchen, Mauern, Langenbach, Gammelsdorf und vom Technischen Hilfswerk in Freising die Flughafenfeuerwehr beim Abräumen des MAC-Daches.

Der Samstag (02.12.2023) ließ jedoch auf keine Entwarnung schließen. Die anhaltenden Schneefälle in der Nacht und weit in den Tag hinein bescherten den Feuerwehren in der Fläche weit über 300 Einsätze. Der Schwerpunkt des  Tages lag auf den Dächern von Verbrauchermärkten und verschiedenster Veranstaltungsgebäude und den darauf liegenden Schneemassen. Fachkräfte des Technischen Hilfswerks waren deshalb im Landkreis unterwegs und führten mit Unterstützung durch verschiedene örtliche Feuuerwehren Schneelastmessungen durch.

Aus diesem Grund wurde in einer Lagebesprechung der verschiedenen Funktionsträger aller Hilfsorganisationen der außergewöhnliche Koordinierungsbedarf festgestellt. Durch die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) wurde Kreisbrandinspektor Helmut Schmid infolgedessen um 10:50 Uhr als Örtlicher Einsatzleiter (ÖEL) bestätigt.

Die Einsatzkräfte arbeiteten die Messungen nach einer Prioritäten-Liste ab, die sich an der Zahl der potenziell gefährdeten Personen orientierte. Glücklicherweise sind keine Personen zu Schaden gekommen, „Und die Sachschäden halten sich glücklicherweise auch in Grenzen“, so der Örtliche Einsatzleiter Helmut Schmid.

Bei einem Verbrauchermarkt in der Erdinger Straße in Freising konnte schnell Entwarnung gegeben werden. Mit einer Schneehöhe von 47 Zentimetern und einer Schneelast von 55 Kilogramm pro Quadratmeter sei man laut THW-Einsatzleiter Michael Wüst deutlich unter dem in der Schneelasttabelle definierten Grenzwerten. Ein in etwa identisches Messergebnis wurde in der Hopfenhalle in Nandlstadt erhoben.

Im Landkreis Freising kann bezüglich der Schneelast grundsätzlich Entwarnung gegeben werden. Alle durchgeführten Messungen liegen deutlich unter dem in der Schneelasttabelle definierten Grenzwerten.

Auch für den Rettungsdienst, bei dem es nachts nur schwer ein Durchkommen gab, entspannt sich die Lage auf den Straßen. Die Polizei meldet keine besonderen Vorkommnisse.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Einsatzkräfte für die geleistete Arbeit.

Der Koordinierungsbedarf wurde um 15:45 Uhr aufgehoben. Weitere anfallende Einsätze werden nun wieder über die ILS Erding alarmiert und von den entsprechenden Wehren abgearbeitet.

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